Klinikclown bin ich durch meinen Vater geworden, allerdings indirekt und ohne, dass er es wusste: ich ihn in seiner Demenz betreute, fiel mir auf, dass unser Kontakt immer dann besonders gut funktionierte, wenn ich auf Einstellungen und Haltungen aus meiner Clownsausbildung zurückgriff. Was das war? Nun: das anzunehmen, was da ist; auch die Komik darin wahrzunehmen; Lösungen vor allem zusammen zu finden und das zu feiern; sich nicht darum zu sorgen, wie man nach außen wirkt; keine Haupt- und Nebensache mehr festzulegen; den Weg tatsächlich wichtiger zu nehmen als das Ziel; zu genießen, was es zu genießen gibt. Diese Erfahrung gab mir den Impuls, mir die Clowns im Altenheim mal anzusehen und dann kam eins zu anderen.
So hat mein Vater mich zu einem Beruf gebracht, den er vor seiner Demenz nie akzeptiert hätte.
