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Clowns für Klinik und Heim

Zu allen Zeiten und in allen Kulturen erinnern Clowns an unsere vitalen, frechen und unbekümmerten Seiten, die wir für die Kultur in den Griff bekommen müssen.

Gerade in Kliniken und Heimen müssen wir uns sehr „bezwingen“, um die lebenswichtigen Ordnungen nicht zu stören. Clowns finden eine Form für diese seelischen Impulse – und das bringt immer Leben in die Bude, befreit mit Lachen oder Weinen.

Clowns bringen Abwechslung in Klinik, Heim und Hospiz, zu Kindern, Behinderten, alten Menschen und Menschen mit Demenz – eine Aufforderung zu Spaß und gemeinsamem Erleben der eigenen spielerischen, frechen und kreativen Seiten.

Weiterbildung

Humorworkshop
Das wäre doch gelacht!

Humor ist die Fähigkeit, die Dinge von ihrer leichten und heiteren Seite zu sehen und zu nehmen. Humor ist ein „soziales Schmiermittel“, glättet Konflikte, findet unkonventionelle Lösungen, mindert Druck und ist daher ein hervorragendes Mittel gegen Stress und Schwermut.

Jeder hat diese Fähigkeit! Doch im Alltag gerät sie häufig unter die Räder.

Humor kann man nicht verordnen und erzwingen – aber man kann ihn üben!

Vortrag
und 1 ist mehr als 2 – Clowns in Klinik und Heim

Klinikclowns verstehen sich als „Ermöglicher“ – sie wollen nicht auf Biegen und Brechen komisch sein, sondern eine Form für die seelischen Impulse finden, die unterzugehen drohen – durch Einschränkungen von Krankheit, Alter oder Demenz, durch notwendige Strukturen von Heim oder Klinik.

Dem Clown ist grundsätzlich nichts unmöglich, er fordert auf, auch mal anders zu sein, spielerisch, frech und kreativ. Gerade Menschen mit Demenz erfahren im Clown einen Verbündeten und blühen durch den Kontakt regelrecht auf.

Der Vortrag mit vielen Praxisbeispielen berichtet aus der ver-rückten Welt der Klinikclowns.

Clownszenen

Die Wunderwaffe

Stefan ist erst zurückhaltend. Dann sagt er plötzlich: „Ich hab Husten!“ „Was?“ sagt Hermann und kommt ein bisschen näher. „Zeig mal!“ Der Junge hustet und Hermann fliegt zwei Schritte zurück. Stefan lacht und hustet wieder – Hermann fliegt gegen die Wand. Er hustet jetzt immer weiter und Hermann fliegt immer weiter durch die Gegend. Zwischen seinen Riesenlachanfällen findet Stefan immer wieder Zeit zu husten, bis Hermann aus dem Zimmer in den Flur fliegt.

5 Meter doof

Heike ist sauer, weil sie nicht aufstehen darf. „Das ist total doof!!“ „Wie doof?“ fragt Hermann. Allgemeines Unverständnis. „Na, so doof?“ fragt Hermann und zeigt mit der Hand, wie groß das Doof sein könnte. „Ne, mehr!“ sagt Heike. Hermann zeigt größer: „So doof? Das wäre jetzt etwa ein Meter“ – „Ne, viel größer!“ 

Endlich können wir das Doof auf dem Boden messen und müssen das Maßband mehrmals anlegen: Fünf Meter Doof. So doof ist das! Ein ganz schön großes Doof!

Was machen wir jetzt damit? Wir werfen es raus!

Wir wickeln das Maßband zusammen, rollen das Doof darin ein und mit Riesenanlauf und gemeinsamer Kraft laufen Tinta und Hermann durchs Zimmer auf den Balkon und werfen das Doof weit weg. Es fliegt bis zum Kölner Dom. Egal, Hauptsache weg.

 Nicole ist schon ein Teenager und liegt etwas „stoned“ im Bett. „Ja,“ sagt die Mutter, „die kommt gerade aus der OP.“  Darauf meint Hermann, das sei schon okay, wir zwei Clowns wären ja auch nur ein Traum. Das schafft sofort eine ganz sonderbar schwebende, surreale Atmosphäre. Tinta bittet Nicole, in ihrem Traum auf einem Delfin reiten zu dürfen, das habe sie sich schon immer gewünscht. Sie steigt auf einen unbenutzten Nachttisch und reitet darauf. Hermann bittet jetzt darum, im Traum ein Delfinreitlied zu singen. Das machen sie und es wird sehr poetisch, wir wissen selber bald nicht mehr genau, ob das echt ist oder nicht.

Schließlich verabschieden wir uns. Das war so schön, Nicole darf uns jederzeit wieder träumen, wenn sie will.

Der schlafende Riese

Patrick’s Vater, schläft tief und fest auf der Elternliege. Wir flüstern und machen alles in Zeitlupe und leise, dann wenden wir uns zu Patrick’s Begeisterung dem schlafenden Riese zu – wir vermessen ihn, riechen an seinen Füßen, verstecken seine Schlappen, er bekommt den Stoffelefant aufs Kissen über den Kopf und am Schluss blasen wir einen Luftballon auf, legen ein Frauengesicht darauf und legen ihm das in den Arm. Und verschwinden.

Frau Meiers Katze

Sonst schreit Frau Meier nur und alle anderen Bewohner im Aufenthaltsraum regen sich über ihre scharfe hohe Stimme auf. Aber heute hat Irrmi sie in ein Frauengespräch bekommen. „Nein, Männer haben mich nie interessiert!“ meint Frau Meier gerade. „Und Frauen?“ – „Nein, Frauen erst recht nicht.“ – Pause – „Und Tiere?“ Jetzt strahlt sie. „Ja Tiere!“ Sie landen bei Katzen. „Herr Baum ist eine prima Katze!“ meint Irrmi, und der miaut zur Bestätigung  sehr gekonnt. Jetzt soll er zu ihr kommen, das tut er, er legt seinen Kopf auf ihren Schoß und schnurrt sie an. Die männerfeindliche Frau Meier lässt sich anmaunzen, streichelt den Kopf der Katze, redet mit ganz weicher Stimme mit ihr, die beiden legen den Kopf an die Schultern. Sie gibt ihr Kaffee aus der Tasse zu trinken, bis die Katze wieder weg muss. Katzen sind ja sehr eigenwillige Tiere.

Frau Meiers Katze

Sonst schreit Frau Meier nur und alle anderen Bewohner im Aufenthaltsraum regen sich über ihre scharfe hohe Stimme auf. Aber heute hat Irrmi sie in ein Frauengespräch bekommen. „Nein, Männer haben mich nie interessiert!“ meint Frau Meier gerade. „Und Frauen?“ – „Nein, Frauen erst recht nicht.“ – Pause – „Und Tiere?“ Jetzt strahlt sie. „Ja Tiere!“ Sie landen bei Katzen. „Herr Baum ist eine prima Katze!“ meint Irrmi, und der miaut zur Bestätigung  sehr gekonnt. Jetzt soll er zu ihr kommen, das tut er, er legt seinen Kopf auf ihren Schoß und schnurrt sie an. Die männerfeindliche Frau Meier lässt sich anmaunzen, streichelt den Kopf der Katze, redet mit ganz weicher Stimme mit ihr, die beiden legen den Kopf an die Schultern. Sie gibt ihr Kaffee aus der Tasse zu trinken, bis die Katze wieder weg muss. Katzen sind ja sehr eigenwillige Tiere.

Das ist die Berliner Luft

Irrmi und Frau Fürst wollen irgendwie auf die Reise gehen. Frau Fürst spricht von ihrem Koffer, Irrmi singt „Ich hab noch einen Koffer in Berlin“. Ach, Berlin, das wäre schick, die Reise soll nach Berlin gehen, das wird jetzt am ganzen Tisch verhandelt., Aber das ist so weit weg, wie kommen wir denn da hin? Auto, Zug, dauert alles zu lange. Wir fliegen!

Die immer vornehme Frau Stolz strahlt, wie in Erinnerung an ein vergangenes Nachtleben. Hermann klaut mir sich eine Tulpe aus der Vase und stecke sie ins Knopfloch.

Dann fliegen wir, der Tisch ist das Flugzeug und Steward Hermann zeigt die Notausgänge und die Sauerstoffmasken, was in einen wilden Tanz ausartet.

Wir starten! Protest allerorten, das ist viel zu laut! Gut, dann starten wir nochmal, aber sehr leise.

Irrmi bringt mit dem Stationswagen Getränke, der Tomatensaft wird am Platz handgepresst.

Schon landen wir. Jetzt wollen wir die Stadt erkunden und ziehen los, Irrmi schiebt Frau Fürst, Hermann hat Frau Stolz am Arm. Andere folgen, Herr Kremer schiebt Frau Schulz im Rollstuhl.  Wir wandern über den Flur, zeigen das Brandenburger Tor und den Reichstag, singen „Das ist die Berliner Luft“, als wir umkehren, führen Frau Fürst und Frau Stolz ein wirres, aber sehr zugewandtes Gespräch. Frau Stolz hakt jetzt auch Frau Steinfest unter. Wir fliegen dann zurück mit „Über den Wolken“; die Crew verabschiedet sich und Frau Stolz gibt dem Steward zum Abschied einen Kuss.

Herr Baum möchte sich auch lockern. Aber auch nichts falsch machen. Manchmal schafft das distancing eben doch Nähe.

Ein Video für „Humor hilft heilen“

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Georg Brinkmann

Clownausbildung am TuT Hannover

Workshops bei Dieter Bartels, Michael Christensen, Moshe Cohen, Hilde Cromheecke, Avner Eisenberg, Laura Fernandez, Andreas Hartman, Ton Kurtjens u.v.a.

Klinikclown und Humortrainer bei „Humor hilft heilen“ und „wir bringen ein Lachen“